Mittwoch, 12. Juni 2013

Deggendorf-Fischerdorf -Aufräumen nach der Donau Flut





Da das Wasser in manchen Straßen schon zurückgeht, durften nun wir nun auch mit dem Aufräumen bei meiner Freundin anfangen. Einige Menschen können jedoch immer noch nicht zu ihren Häusern, sie stehen noch unter Wasser.
Schwierig ist es, alles über die große Donaubrücke zu Fuß zu bringen. Schaufeln, Besen, Vorschlaghammer, Beile und so weiter. Dann Gummistiefel und Handschuhe an und los ging es. Das Wasser stand ursprünglich bis weit in das Erdgeschoss hinein. Als wir ankamen, war der Keller noch voll. Also -  alles im Erdgeschoss musste raus. Außer Geschirr war hier aber auch gar nichts zu retten.



Als der Sonntag sich dem Ende zuneigte, hatten wir zumindest das Erdgeschoss geschafft. Ganz schlimm ist der Gestank nach Öl gewesen. Alles was man anfasste, rutschte durch die Finger.

Türen mussten ebenfalls entfernt werden, alles durchweicht, die Türstöcke kommen noch dran. Durch das ständige Abpumpen der vielen Helfer vor Ort, war es dann soweit, das wir die Kellerräume betreten konnten.  Der nächste Schock.

Auch hier alles raus. Wir standen immer noch kniehoch im öligen Wasser. Die Möbel wurden gleich unten zerhackt. Schuhe, Kleidung, Vorräte, alles musste raus. Stunden um Stunden. Man denkt dann nicht mehr, man funktioniert.



Die riesigen Müllberge vor den Häusern wurden nach und nach sofort abtransportiert. Die Organisation der vielen Helfer war beeindruckend. Essen und Trinken, Mülltüten, Gummistiefel und, und, und. Es waren auch sehr viele junge Leute da. Zum Teil waren es unsere Studenten hier aus Deggendorf, zum Teil Leute, die von weit her kamen und sich extra Urlaub genommen haben, um zu helfen. Es war Wahnsinn. Die Jugend von heute hat viel mehr Verantwortungsbewußtsein, als viele Leute glauben.

Feuerwehr, Krankenwagen und THW waren auch immer im Einsatz. Hubschrauber aller Art kreisten ständig. Was diese Leute in den vergangenen Tagen geleistet haben- nicht zu beschreiben. Ich glaube, dass muss man erlebt haben um es zu begreifen.
Nun müssen wir Zwangspause machen, Gutachter kommen, Spezialfirmen müssen zum Einsatz kommen. Man sagte uns, dass auch der Putz von den Häusern entfernt werden muss, die Fliesen müssen auch noch raus, der Boden im Garten muss abgetragen werden und, und, und. Also an ein Zurück ist noch lange nicht zu denken.
Eine Teil unserer Aufräumarbeiten sind im Video zu sehen. Es zeigt vielleicht einen kleinen Einblick.  Die Höhe der Schäden ?????


Bis bald, mit hoffentlich besseren Nachrichten, sagt Anke
www.Heldmann-Immobilien.de


Kommentare:

  1. Das ist doch alles Wahnsinn!!!!
    Ich hoffe Ihr habt die Karft ,das alles durch zu stehen!!!!

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    1. alle zusammen- dann wird das schon irgendwie wieder werden, so hoffen zumindest die Leute und ich auch, danke dir

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  2. nein, das kann wohl keiner verstehen, wenn man das nicht erlebt hat, wie bei allem im Leben, ob Schönes oder Schlimmes.
    Man kann nur den Leuten und allen Helfern dort viel Kraft wuenschen, das schnell zu überstehen.
    Denken an euch
    Gruesse aus Somerset West

    Sylvia
    www.quinns-holiday.com

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    1. Danke euch, irgendwie wird es schon weitergehen-es muss ja

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