Samstag, 8. Juni 2013

Deggendorf-Fischerdorf - nach der Flut

Da meine Freundin Anwohnerin ist, durften wir gestern zum ersten Mal zumindest auf die Brücke in Deggendorf - Fischerdorf. Dort war viel los, die Rettungkräfte aller Einheiten waren immer noch mehr als beschäftigt. Gleich an dieser Stelle ein großes Danke an alle Einheiten und Freiwillige. Ob Mensch oder Tier, diese Leute haben sich um alles bemüht.
Bereits in Metten war zu sehen, dass das Wasser schon stark gefallen war. Das Wasserwachthäuschen, dass
bis zur Hälfte schon unter Wasser war, ist wieder aufgetaucht. Man begann gerade damit, die Sandsäcke aufzuräumen. Die Straße Metten-Deggendorf sollte wieder frei gemacht werden. Ist sie inzwischen auch.


In Deggendorf - Fischerdorf angekommen, ging es dann zu Fuß über die Brücke. Jede Menge Kamerateams aller möglichen Fernsehsender und Rundfunkstationen.  Schnell vorbei, wir wollten ja nur sehen, wieviel ist vom Haus und vom Garten über. Hier direkt über der Donau sah man, das Wasser war noch sehr, sehr hoch.

Dann hatten wir es fast geschafft. Wir konnten die ersten Häuser sehen, das Wasser stand noch hoch.
Es war natürlich sehr schmutzig. Am schlimmsten jedoch ist der Geruch. Öl, Gas, Fäkalien eventuell auch verdorbene Lebensmittel????


Dann hieß es auf einmal, alle Kameras und Handys aus, Gasalarm. Alle mussten sofort den Rückweg antreten. Das tat auch jeder ohne zu murren.
Gestern Abend gab es dann für die Betroffenen eine Versammlung. Hier gab es alle Infos zu den nächsten Schritten. Die Hilfe und die Organisation die hier gerade abläuft, dass kann man sich nicht vorstellen. Heute konnten die Leute sich von Lebensmitteln aller Art über Kühlschränke, Schippen, Schaufeln und so weiter, alles abholen. In so einer kurzen Zeit unter solchen Bedingungen dies alles auf die Beine zu stellen, Wahnsinn. Meine Freundin musste ihren Schlüssel abgeben, eine Spezialeinheit wird das Öl ab pumpen. Einige Leute sind schon zurück gekehrt. Wir hoffen auf morgen. Dann beginnt vermutlich der Horror.
Aber auch der ist gut organisiert, alle Möbel und Hausrat sollen nur rausgeschmissen werden, dann kommen Fahrzeuge, die dies sofort entsorgen.
Unser Eindrücke auf der Donaubrücke gestern haben wir festgehalten. Der Schock sitzt immer noch tief.


Bis bald sagt Anke
www.Heldmann-Immobilien.de


Kommentare:

  1. verehrende Aufnahmen.... wenn man das so sieht. wir druecken die Daumen, dass alles schnell wieder geregelte Bahnen findet und die Aufraeumarbeiten gut voran gehen.
    wir denken an euch

    Sylvia,
    Somerset West
    www.quinns-holiday.com














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