Dienstag, 27. Januar 2015

Pamplemousses Garden- ein Stueck vom Paradies auf Mauritius



Einen Blick in den Himmel habe ich schon immer mal wieder gemacht. Man kann ja nie wissen, ob man nicht schon da ist.
( LOL). Denn dieses Stückchen Erde auf Mauritius ist so, wie man sich das Paradies wohl vorstellt. Pamplemousses Garden ist der älteste botanische Garten in der südlichen Hemisphäre. Sein richtiger Name ist " Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden". Ein sehr schwieriger Name und da sich dieses wunderschöne Fleckchen Erde ( auf ca. 37 Ha) in der Nähe des Örtchen Pamplemousses befindet, kam der Garten zu seinem 2. Namen. Er wurde 1770 angelegt.



Eigentlich ist ein Tag zum Anschauen viel zu kurz. An jeder Ecke gibt es wieder etwas zu entdecken.
Der Garten ist sehr gepflegt. Man kann Führungen buchen, aber dann ist man abhängig. Zu sehen sind sehr viele Palmenarten, davon auch einige, sehr seltene, Ebenholz, Baobab, jeden Menge Gewürzpflanzen , riesige Seerosen, Lotus, Wasserlilien, Bambus, Zuckerrohr und noch so viel mehr.




Es ist wunderschön durch diese gepflegte Anlage zu laufen. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr herraus. So viele Bäume, die ich noch nie vorher gesehen hatte. Dazu die Geräusche der Vögel, Tiere und Insekten. Einfach nur schön.



Im Botanischen Garten gibt es auch jede Menge Tiere. Natürlich die Vögel, bunt und laut. Aber auch Echsen huschen um einander, Fischreiher hängen fast regungslos in den Wasserlilien. Riesenschildkröten gehen gemütlich ihren Beschäftigungen nach. Auch Rehe und Hirsche kann man sich anschauen. Sie sind an Menschen gewöhnt und haben kaum Scheu.



Für alle, die nicht unbedingt Schlangenfreunde sind. Keine Angst, in diesem Stück Paradies gibt es keine. Auf Mauritius selbst gibt es nur eine Schlangenart. Diese ist, nach Aussagen der Bewohner,
nicht viel größer als unser Blindschleichen und auch genauso harmlos. Wer auf Mauritius Urlaub macht, sollte einen Besuch in "Pamplemousses Garden" einplanen. Es ist ein Tag zum Erholen und Staunen. Uns hat es sehr gefallen und wir würden es wieder tun. Nun lade ich euch zu einem Kurzbesuch ein. Viel Spaß dabei.


Bis bald sagt Anke
www.Heldmann-Immoblilien.de


Mittwoch, 21. Januar 2015

Suedafrikas Nashoerner, die Wilderei und ein Besuch in Inverdoorn

Noch gibt es sie, die Nashörner in Südafrika. Wie lange noch, mag niemand mehr voraus sagen.
Die Wilderei in Südafrika ist teilweise völlig außer Kontrolle geraten. Es findet ein Overkill statt.
Ein paar Zahlen zum Vergleich: noch 1990 bis ca. 2007 lag die gemeldete Zahl der gewilderten Nashörner bei ca. 14 Tieren pro Jahr. 2008 waren es dann schon 83. Dann stieg das Morden drastisch an. 2009 - 122 Tiere, 2010 - 333 Tiere, 2011 - 448 Tiere, 2012 - 668 Tiere, 2013- 1004 Tiere. Schon im April 2014 hatten wir wieder 277 Nashörner verloren. Im Dezember 2014 sprach man von 1116 gewilderten Tieren. Diese Zahl musste nach oben korrigiert werden. Es waren 1215. Es ist ein trauriger und fürchterlicher, neuer  Rekord. Hauptabnehmer für das Horn ist Vietnam. Das Pulver soll so gegen ziemlich viele Wehwehchen helfen. Totaler Quatsch, wenn jemand sein Fingernägel, Fußnägel und Haare malen und essen würde, wäre der Effekt wohl der Selbe.
Aber auch Trophäenjäger sind hinter dem Horn her. Es wird dann an die Wand gehängt.

Bundu und Lavinia hatten großes Glück. Inverdoorn holte sie aus dem Easterncape. Dort wurden innerhalb sehr kurzer Zeit 16 Nashörner getötet. Auch die Mütter der Beiden. Die Handaufzucht von Nashörnern ist kostspielig und auch sehr Zeitintensiv. Die Babys bleiben bis zu 3 Jahren bei den Müttern, sie brauchen die Milch. Viele Wildreservate in Südafrika sind dazu über gegangen, den Tieren die Hörner zu entfernen. Damit wollte sich der Geschäftsführer von Inverdoorn nicht abfinden. Er hatte schon einmal Unmögliches geschafft, eine Geparden mit einem schweren Gendefekt kuriert. In Fairyglen haben 2 Nashörner eine Wildereim Attackte schwer verletzt überlebt, sie konnten durch schnelle und auch sehr teure Hilfe gerettet werden. Sie leben nun ohne Hörner, aber sind sehr eingeschränkt.

Im Normalfall sterben die Tiere jedoch bei dem Angriff der Wilderer. Inverdoorn geht nun einen neuen Weg. Die Hörner der Tiere werden gespritzt.

Es werden Löcher in die Hörner der Rhinos gebohrt, dann mit ca. 200 Bar ein mit Barium versetzter Farbstoff gespritzt. Das Horn wird rot und damit unschön für die Trophäenjäger. Das Barium verursacht Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen bei den jenigen, die das Hornpulver zu sich nehmen. Außerdem hilft es die Hörner bei Kontrollen am Flughafen aufzuspüren. Der Gesundheit der Tiere schadet es übrigens überhaupt nichts.


Inzwischen gehen nun mehr Wildparks dazu über, diese Methode anzuwenden. Die Tiere bleiben gesund und die Wilderer scheint es tatsächlich abzuschrecken. Wenn ihr einen Besuch in Südafrika und eine Safari plant, dann möchte ich euch Inverdoorn ans Herz legen. Ihr werdet eine wunderschöne Zeit erleben. Auch Gepardenfans kommen voll auf ihre Kosten. Eine Big Five Safari lohnt sich und hilft den Reservat , dass auf Einnahmen angewiesen ist. .
Mehr zu Ausflugzielen, die sich bestimmt lohnen und aber auch über ganz alltägliche Dinge in Südafrika gibt es bei uns im Südafrikaforum zu lesen. So und wenn ihr nun mögt, dann nehme ich euch mit auf Streichelkurs mit Lavinia und Bundu. Die Beiden sind nicht mit einander verwandt, vielleicht werden sie in der Zukunft Nachwuchs haben. So nah war ich Nashörnern noch nie, es war unbeschreiblich schön.


Bis bald sagt Anke
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Mittwoch, 14. Januar 2015

Gartenvoegel in der harten Winterzeit



Sie haben es nicht leicht im Winter. Unsere kleinen, gefiederten Freunde, die uns in den anderen Jahreszeiten so viel Freude machen, brauchen nun Unterstützung. Wie immer ist unser Garten gut bestückt mit Futterplätzen, die auch sehr dankbar angenommen werden. Zu manchen Zeiten ( oft gegen Mittag) kommt es schon zu regelrechten Invasionen.



Immer mit dabei, unsere Spatzen. Ich glaube, die werden nie richtig satt. Aber sie vertragen sich gut mit den Meisen und auch den Stieglitzen. Meisenarten sind zur Zeit vier in unserem Garten heimisch. Kohlmeise, Blaumeise, Haubenmeise und auch Tannenmeise geben sich hier ihr Stelldichein.
Oft sind unter den Spatzen auch Finken zu sehen.


Wichtig ist die Auswahl des Futterstandpunktes. Zum Einen möchte man ja auch etwas von dem Spektakel sehen können, ein Platz vor dem Fenster ist nicht schlecht. Zum Anderen ist es wichtig, dass  Abstand zu den nächsten Bäumen oder Sträuchern gehalten wird, der Räubern Schutz bieten könnten. Wir selbst haben ein Katze und auch viele unserer Nachbarn. Denen wollen wir natürlich nicht einen reich gefüllten Tisch bieten. Es ist auch wichtig, die Futterstellen vor dem Befüllen auf Sauberkeit zu kontrollieren, Vögel können sich gegenseitig mit Krankheiten anstecken. Das Futter sollte möglichst immer im Trockenen sein. Wir verwenden immer verschiedenen Futtersorten, gefressen wird alles. Wenn wir es warm und gemütlich haben, dann sollen auch unsere kleinen Freunde nicht zu kurz kommen.
Das Wetter spielt total verrückt, an einem Tag noch sehr viel Schnee, dann  heftiger Regen und Sturm.

 

Die Böden sind gefroren, unsere kleine Freunde können nicht genug Futter finden. Sie verbrauchen aber bei diesem Wetter sehr viel Energie. Also, wenn euch Vögel auch so viel Freude bereiten, dann helft ihnen durch die harte Winterzeit. Zum ersten Mal konnt ich nun auch ein Wintergoldhähnchen filmen. Das ist der kleinste Vogel in Europa. Ich wußte, dass er bei uns im Garten lebt, er ist aber sehr scheu und auch schnell. Er wird auch "der König der Vögel" genannt, vermutlich weil seine Federn auf dem Kopf mit ihrer gelben Farbe an eine Krone erinnern. Im Video könnt ihr ihn bei ca. 1.18 sehen. Ich wünsche euch viel Spaß.


Bis bald sagt Anke
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Dienstag, 6. Januar 2015

Mauritius -Grand Bassin ( Ganga Talao), der heilige See der Hindus


Eines Tages, so sagt die Legende, flog Gott Shiva  mit seiner Frau Parvati um die Erde. Shiva wollte seiner Frau die schönsten Plätze der Welt zeigen. Auf seinem Kopf trug Shiva den Fluss Ganges,  um damit die Erde vor Überschwemmungen zu schützen.
Die Beiden machten Halt auf Mauritius und beim Landen verschüttete Shiva nun ein paar Tropfen aus dem Fluss, die flossen im Kraterloch zusammen und so entstand das Grand Bassin (Ganga Talao).
Das Grand Bassin ist eine Sehenswürdigkeit auf Mauritius, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. 



Der See liegt wunderschön, ist sehr gepflegt und ist die größte Pilgerstätte außerhalb Indiens. Noch nie zuvor hatte ich das Praktizieren des Hinduismus so nah erlebt. Es hat mich tief beeindruckt. 
Touristen sind erlaubt, auch das Fotografieren und Filmen. Aber man sollte einige Regeln beachten. Bitte die Leute beim beten nicht stören und vor allem die Schuhe ausziehen. 




Um das Grand Bassin befinden sich eine Vielzahl von Tempeln. 
Viele bunte Götterstatuen können besichtigt werden, überall werden Gebete abgehalten und Opfergaben dar gebracht. ( meist sind es Bananen, Blumen und Kokosnüsse). Ihr könnt die Mutter Ganga, den Affengott Hanuman, den Elefantengott Ganesha  und vieles mehr sehen. Im Februar bis März findet hier das Maha-Shivaratri-Fest statt.  ( Die Nacht des Shivas). Dann pilgern bis zu 400.000 Gläubige aus der ganzen Welt an den See. Das Wasser gilt als heilig. 
Viele Gläubige füllen es in Flaschen ab und nehmen es mit nach Hause. Baden im See ist nicht erlaubt, nur mit den Füßen darf man ins Wasser. Das ist, glaube ich auch besser so. Der See ist sehr sauber und es gibt eine Vielzahl von Fischen. Eine Art davon sind Aale und zwar die wohl größten, die ich je gesehen habe. Leider spiegelte das Wasser zu stark um sie gut aufnehmen zu können, aber sie waren zum Teil ca. 2 Meter lang und sehr dick. Irgendwie erinnerte das an Schlangennester unter Wasser. Ein Priester erzählte uns, dass die Gläubigen die Fische regelmäßig füttern. ( Bananen und Brot). Wenn dann so ein Fisch die Gabe annimmt, wird damit Leid und Schmerz des Gläubigen genommen. 

Etwa 2 km vom See entfernt könnt ihr dann Shiva sehen. 33 Meter hoch. Die Statur wurde gerade restauriert.  Ganz in der Nähe wird nun noch die Statur "Maa Durga" errichtet, auch sie wird ca. 33 Meter ( 108 feet). 



Durga Maa ist eine Göttin, die wohl in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen existiert. Sie kann strafend aber auch gütig sein. Die Statur soll, wenn sie fertig ist, aussehen, wie auf ihrem kleinen Modell, dass man jetzt schon anschauen kann.  Wer sich fremden Religionen nicht verschließt und offen für Neues ist, dem kann ich den Ausflug zum Ganga Talao nur empfehlen. Es hat mich tief beeindruckt. Einen kleinen Einblick gibt euch vielleicht mein Video. 


Bis bald sagt Anke
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Freitag, 2. Januar 2015

Die kleinste Antilope in Suedafrika, der Blauducker


Der Blauducker ( auch Blue Duiker oder Blaubock) ist die kleinste Antilope in Südafrika und im südlichen Afrika.  Oft wird gefragt, ob sie Pudus sind. Nein, denn Pudus sind Hirsche und leben nicht im südlichen Afrika. Aber Winzlinge sind beide Arten.


  
Sie haben eine Schulterhöhe von ca. 35 cm und wiegen ca. 4 kg. Da wiegt so manche Katze mehr.
Diese Antilopen können 10 bis 12 Jahre alt werden. Sie fressen Früchte, Blumen, Blätter, Eier und Insekten. Diese Art lebt in Paaren. Die Antilopen haben viele Feinde und sind in der Regel sehr scheu. Der Nachwuchs dieser Antilopenarte wiegt übrigens ca. 400 gr. Ein normales Päckchen Kaffee wiegt 500 gr und 2 Stück Butter auch. Vielleicht hift das ja bei der Vorstellung, wie klein diese zarten Lebewesen sind. Was der Blauducker unbedingt braucht, ist Wasser.

Ihr werdet ihn also in sehr trockenen Gebieten nicht finden. In der "Kleinen Karoo" (Halbwüste) fühlt er sich jedoch wohl. Bei Autolicht reagiert er ähnlich wie unsere Rehe, er bleibt einfach auf der Straße stehen. Bitte also vorsichtig und langsam fahren, wenn ihr Abends über  große Farmgelände wie zum Beispiel bei Carmen und Dario fahrt. Oft reicht schon ein Hupen um das Tierchen aus seiner Schreckstarre zu befreien.
Natürlich habe ich noch ein Video für euch , es war so schön dass diese Tierchen ganz allein zu mir kamen. Sie sind samtweich, es war ein wunderschönes Erlebniss.


Bis bald sagt Anke
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