Mittwoch, 21. Januar 2015

Suedafrikas Nashoerner, die Wilderei und ein Besuch in Inverdoorn

Noch gibt es sie, die Nashörner in Südafrika. Wie lange noch, mag niemand mehr voraus sagen.
Die Wilderei in Südafrika ist teilweise völlig außer Kontrolle geraten. Es findet ein Overkill statt.
Ein paar Zahlen zum Vergleich: noch 1990 bis ca. 2007 lag die gemeldete Zahl der gewilderten Nashörner bei ca. 14 Tieren pro Jahr. 2008 waren es dann schon 83. Dann stieg das Morden drastisch an. 2009 - 122 Tiere, 2010 - 333 Tiere, 2011 - 448 Tiere, 2012 - 668 Tiere, 2013- 1004 Tiere. Schon im April 2014 hatten wir wieder 277 Nashörner verloren. Im Dezember 2014 sprach man von 1116 gewilderten Tieren. Diese Zahl musste nach oben korrigiert werden. Es waren 1215. Es ist ein trauriger und fürchterlicher, neuer  Rekord. Hauptabnehmer für das Horn ist Vietnam. Das Pulver soll so gegen ziemlich viele Wehwehchen helfen. Totaler Quatsch, wenn jemand sein Fingernägel, Fußnägel und Haare malen und essen würde, wäre der Effekt wohl der Selbe.
Aber auch Trophäenjäger sind hinter dem Horn her. Es wird dann an die Wand gehängt.

Bundu und Lavinia hatten großes Glück. Inverdoorn holte sie aus dem Easterncape. Dort wurden innerhalb sehr kurzer Zeit 16 Nashörner getötet. Auch die Mütter der Beiden. Die Handaufzucht von Nashörnern ist kostspielig und auch sehr Zeitintensiv. Die Babys bleiben bis zu 3 Jahren bei den Müttern, sie brauchen die Milch. Viele Wildreservate in Südafrika sind dazu über gegangen, den Tieren die Hörner zu entfernen. Damit wollte sich der Geschäftsführer von Inverdoorn nicht abfinden. Er hatte schon einmal Unmögliches geschafft, eine Geparden mit einem schweren Gendefekt kuriert. In Fairyglen haben 2 Nashörner eine Wildereim Attackte schwer verletzt überlebt, sie konnten durch schnelle und auch sehr teure Hilfe gerettet werden. Sie leben nun ohne Hörner, aber sind sehr eingeschränkt.

Im Normalfall sterben die Tiere jedoch bei dem Angriff der Wilderer. Inverdoorn geht nun einen neuen Weg. Die Hörner der Tiere werden gespritzt.

Es werden Löcher in die Hörner der Rhinos gebohrt, dann mit ca. 200 Bar ein mit Barium versetzter Farbstoff gespritzt. Das Horn wird rot und damit unschön für die Trophäenjäger. Das Barium verursacht Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen bei den jenigen, die das Hornpulver zu sich nehmen. Außerdem hilft es die Hörner bei Kontrollen am Flughafen aufzuspüren. Der Gesundheit der Tiere schadet es übrigens überhaupt nichts.


Inzwischen gehen nun mehr Wildparks dazu über, diese Methode anzuwenden. Die Tiere bleiben gesund und die Wilderer scheint es tatsächlich abzuschrecken. Wenn ihr einen Besuch in Südafrika und eine Safari plant, dann möchte ich euch Inverdoorn ans Herz legen. Ihr werdet eine wunderschöne Zeit erleben. Auch Gepardenfans kommen voll auf ihre Kosten. Eine Big Five Safari lohnt sich und hilft den Reservat , dass auf Einnahmen angewiesen ist. .
Mehr zu Ausflugzielen, die sich bestimmt lohnen und aber auch über ganz alltägliche Dinge in Südafrika gibt es bei uns im Südafrikaforum zu lesen. So und wenn ihr nun mögt, dann nehme ich euch mit auf Streichelkurs mit Lavinia und Bundu. Die Beiden sind nicht mit einander verwandt, vielleicht werden sie in der Zukunft Nachwuchs haben. So nah war ich Nashörnern noch nie, es war unbeschreiblich schön.


Bis bald sagt Anke
www.Heldmann-Immobilien.de


Kommentare:

  1. Es wird jedes Jahr schlimmer. Vielen Leuten ist es egal, oder sie wissen es nicht.
    Wenn es um viel Geld geht, ist alles andere egal. Danke Anke.
    Gruß Manu

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    1. Genau so ist es, ich danke dir sehr.
      Grüße Anke

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  2. Es wäre schade wenn diese Tiere aussterben würden!!!!

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    1. Keine Big Five mehr in Südafrika, das wäre schrecklich, danke dir sehr.

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  3. Wie schade ,dass wir machtlos gegen Grausamkeit gegenüber Tieren ,,,
    Vielen Dank liebe Anke . Alles Gute für Dich !!
    Einen schönen Abend ,Ich wünsche Dir !!

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    1. Ich danke dir liebe Olga, ja wir sind so oft machtlos.
      Liebe Grüße Anke

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